Musik-Video

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August 9, 2022

Ein Musikvideo ist ein Video variabler Länge, das einen Musiktitel oder ein Musikalbum mit Bildern integriert, die für Werbezwecke oder musikalisch-künstlerische Zwecke produziert werden. Moderne Musikvideos werden in erster Linie als Musikmarketinginstrument hergestellt und verwendet, um den Verkauf von Musikaufnahmen zu fördern. Es gibt auch Fälle, in denen Musiktitel in verknüpften Musikmarketingkampagnen verwendet werden, die es ihnen ermöglichen, mehr als nur ein Lied zu werden. Einbindungen und Musik-Merchandising können für Spielzeug oder für Lebensmittel oder andere Produkte verwendet werden. Obwohl die Ursprünge von Musikvideos auf musikalische Kurzfilme zurückgehen, die erstmals erschienen, gewannen sie erneut an Bedeutung, als MTV von Paramount Global sein Format auf das Medium basierte. Diese Art von Videos wurde mit verschiedenen Begriffen beschrieben, darunter "illustrierter Song", "gefilmter Einschub", "Werbefilm", "Werbeclip", "Werbevideo", "Songvideo", "Songclip", "Film". Clip" oder einfach "Video". Musikvideos verwenden eine breite Palette von Stilen und zeitgenössischen Videotechniken, einschließlich Animation, Live-Action, Dokumentarfilm und nicht-narrative Ansätze wie abstrakter Film. Die Kombination dieser Stile und Techniken ist aufgrund der Vielfalt für das Publikum immer beliebter geworden. Viele Musikvideos interpretieren Bilder und Szenen aus den Liedtexten, während andere einen thematischeren Ansatz verfolgen. Andere Musikvideos haben möglicherweise kein Konzept, da sie nur eine gefilmte Version der Live-Konzertaufführung des Songs sind.

Geschichte und Entwicklung

1894 stellten die Notenverleger Edward B. Marks und Joe Stern den Elektriker George Thomas und verschiedene Künstler ein, um den Verkauf ihres Liedes "The Little Lost Child" zu fördern. Unter Verwendung einer magischen Laterne projizierte Thomas gleichzeitig mit Live-Auftritten eine Reihe von Standbildern auf eine Leinwand. Dies wurde zu einer beliebten Form der Unterhaltung, die als illustriertes Lied bekannt ist, der erste Schritt in Richtung Musikvideo.

Talkies, Soundies und Shorts

Mit dem Aufkommen des „Tonfilms“ wurden viele musikalische Kurzfilme produziert. Vitaphone-Shorts (produziert von Warner Bros.) zeigten viele Bands, Sänger und Tänzer. Der Animationskünstler Max Fleischer stellte eine Reihe von kurzen Cartoons zum Mitsingen namens Screen Songs vor, die das Publikum dazu einluden, populäre Lieder mitzusingen, indem sie "dem hüpfenden Ball folgten", was einer modernen Karaoke-Maschine ähnelt. Frühe Cartoons zeigten beliebte Musiker, die ihre Hits während der Cartoons in Live-Action-Segmenten vor der Kamera aufführten. Die frühen Animationsfilme von Walt Disney, wie die Silly Symphonies-Kurzfilme und insbesondere Fantasia, die mehrere Interpretationen klassischer Stücke enthielten, waren um Musik herum aufgebaut. Die Cartoons von Warner Bros., die auch heute noch als Looney Tunes und Merrie Melodies bezeichnet werden, wurden ursprünglich um bestimmte Songs aus kommenden Warner Bros.-Musicalfilmen herum gestaltet. Live-Action-Musikkurzfilme mit so beliebten Künstlern wie Cab Calloway wurden auch an die Kinos verteilt. Die Blues-Sängerin Bessie Smith erschien in einem Kurzfilm mit zwei Rollen namens St. Louis Blues mit einer dramatisierten Aufführung des Hitsongs. Zahlreiche andere Musiker traten in dieser Zeit in kurzen musikalischen Fächern auf. Soundies, die für die Panoram-Film-Jukebox produziert und veröffentlicht wurden, waren Musikfilme, die oft kurze Tanzsequenzen enthielten, ähnlich wie spätere Musikvideos. Der Musiker Louis Jordan drehte Kurzfilme für seine Songs, von denen einige zu einem Spielfilm, Lookout Sister, zusammengefügt wurden. Diese Filme waren laut dem Musikhistoriker Donald Clarke die "Vorfahren" des Musikvideos. Musikfilme waren ein weiterer wichtiger Vorläufer eines Musikvideos, und mehrere bekannte Musikvideos haben den Stil klassischer Hollywood-Musicals aus den 1930er bis 50er Jahren nachgeahmt. Eines der bekanntesten Beispiele ist Madonnas 1985er Video zu „Material Girl“ (Regie: Mary Lambert), das eng an Jack Coles Inszenierung von „Diamonds Are a Girl’s Best Friend“ aus dem Film Gentlemen Prefer Blondes angelehnt ist. Mehrere Videos von Michael Jackson zeigen den unverkennbaren Einfluss der Tanzsequenzen im klassischen Hollywood